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Das Internet der Dinge

Wenn Sie nach den IT-Trends 2015 googeln, stossen Sie unweigerlich auf den Begriff „Internet of things“ (oder in Deutsch: „Das Internet der Dinge“).
 
Es handelt sich dabei um Mini- oder gar Mikro-Computer, die in unzählige Dinge des täglichen Lebens eingebaut werden. Die Computer kommunizieren dabei untereinander oder senden ihre Informationen an eine zentrale Stelle, an welcher sie ausgewertet werden. 

Schauen wir uns drei Beispiele an:

  • Jeder kennt Sensoren, welche in unseren Häusern oder Wohnungen die Temperatur messen. Fällt diese unter einen definierten Grenzwert, wird die Heizung eingeschaltet. Dieser Sensor könnte sich nun aber bei einem Service im Internet den Temperaturverlauf in den nächsten Stunden abholen und so entscheiden, ob das Heizen nötig ist, oder die Temperatur in den kommenden Stunden so oder so wieder steigt. Praktisch, nicht wahr?
     

  • Ein anderes bekanntes Beispiel sind intelligente Kühlschränke. Mit einem eingebauten Chip kann ein Kühlschrank mittlerweile selber feststellen, was fehlt – und gar automatisch für Nachschub sorgen. Entweder wird der Kühlschrankbesitzer lediglich über die fehlenden Produkte informiert oder der Kühlschrank löst automatisch eine Online-Bestellung aus. Je nach alltäglicher Wichtigkeit der Produkte wird die Bestellung sofort oder zusammen mit anderen Produkten als Sammelbestellung ausgeführt. Das Leben wäre, ohne die häufigen Supermarktfahrten, definitiv bequemer.

  • Auch all unsere Autos werden zunehmend vernetzt – zumindest die modernen Modelle. Auch Ihr Fahrzeug wird über eine gewisse Zeit Daten sammeln und so wissen, wann Sie am Morgen üblicherweise zur Arbeit fahren oder am Abend wieder nach Hause. Je nach Jahreszeit wird das Auto dann bereits angenehm gekühlt oder geheizt auf sie warten. Aufgrund Ihrer Gewohnheiten und der Tageszeit wird es auch wissen, wohin Sie fahren werden. An Werktagen wird dies die Fahrt zur Arbeit sein. Da das Auto die Strecke bereits im Voraus kennt, kann es die Verkehrssituation prüfen und Ihnen den besten Weg vorschlagen, sobald Sie eingestiegen sind. Vielleicht zeigt Ihnen Ihr Auto in Zukunft dann auch direkt die Einkaufsliste – sofern Ihr Kühlschrank nicht schon online für Sie bestellt hat. Hat was von „Knight Rider“, falls Sie die Serie mit dem sprechenden Auto noch kennen.

 
Das Internet der Dinge ist eine Entwicklung, die bereits in vollem Gange ist. Einerseits faszinierend und voller neuer Möglichkeiten. Andererseits bedeutet es jedoch auch ein weiterer Schritt in Richtung des gläsernen Menschen. Es muss jeder für sich entscheiden, inwiefern er diese Ideen unterstützen kann oder will.

Algorithmen können lernfähig sein

Aus der Sicht der IT bringt diese Entwicklung viele spannende Themen und Herausforderungen mit sich. Durch die Millionen von Sensoren, die Informationen sammeln und weiterleiten, entstehen riesige Datenmengen, die abgelegt und ausgewertet werden müssen. Algorithmen werden aus diesen Datenmengen Entscheidungen für uns Menschen treffen können. Und es wird fortlaufend Neuerung geben. Die Algorithmen werden nicht mehr nur so viel Logik haben, wie es ihnen ihr Programmierer mitgegeben hat. Nein, sie werden sich selbstständig weiterentwickeln, indem sie ihre eigenen Entscheidungen überprüfen und fürs nächste Mal Schlüsse daraus ziehen – sie sind also lernfähig, wie wir Menschen. 

Microsoft stellt mit ihrer Azure-Plattform bereits Funktionalität zur Verfügung, um Daten von solchen Sensoren in grossen Mengen entgegenzunehmen und auszuwerten.

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